14.12.09
Hilfe für Augenkranken aus Eritrea
Hailu Ghesesew sieht nach 8 Jahren seine Tochter in Ahaus wieder

Die Augenärzte Dr. Stefanie Schmickler, Dr. Olaf Cartsburg, Frau Beyene, Hailu Ghesesew, die Anästhesisten Dr. Rolf Schmeckmann und Matthias Vogt

Seit 8 Jahren lebt Familie Beyene-Heile in Ahaus. Familie Beyene galt als politisch verfolgt in Eritrea und fand schließlich in Deutschland eine neue Heimat. Die Töchter von Familie Heile  haben sich in Ahaus gut in Schule und Gemeinde eingelebt, sind voll integriert. Es war ihnen aber nicht möglich, den Vater, der in Eritrea geblieben war,  zu sehen. Anfang November geschah das Unfassbare: Der Vater von Frau Beyene durfte nach Deutschland für einen befristeten Zeitrahmen von vier Wochen reisen und erhielt somit die Möglichkeit, nach 8 Jahren seine Tochter und Enkelkinder endlich wiederzusehen. Bei der Ankunft merkte Frau Beyene schnell, dass ihr Vater nicht mehr sehen konnte. Auf Vermittlung von Paul Groten wurde der 85jährige Herr den Augenärzten am Domhof vorgestellt. Er litt unter eine Hornhautentzündung, die sich mit Augensalben innerhalb weniger Tage  zurückbildete. Die Ursache für seine beinahe Erblindung war der Graue Star. Dr. Stefanie Schmickler und Dr. Olaf Cartsburg, die geschäftsführenden Gesellschafter der Augenärzte Gemeinschaftspraxis mussten nicht lange überlegen, ob sie helfen sollten. „Wir sind so dankbar, dass unsere Arbeit im Augen-Zentrum-Ahaus am St. Marien Krankenhaus so gut läuft“ so Dr. Schmickler, „dass wir es schon deshalb und auch aus Tradition zu den Hilfseinsätzen von Dr. Belger früher in Eritrea ansahen, dem Vater von Frau Beyene die Operation anzubieten“.  Kurzfristig wurde ein Operationstermin festgelegt, damit für die Nachsorge der Operation bis zum Rückflug nach Eritrea noch genügend Zeit  blieb. Dr. Rolf Schmeckmann und Matthias Vogt, die Anästhesisten aus dem Augen-Zentrum, waren ebenfalls sofort bereit, die Betäubung bei der Augen-Operation durchzuführen. „Die Augen-Operation ist sehr gut verlaufen“, so Dr. Olaf Cartsburg, „in den nächsten Tagen kann unser Patient endlich wieder sehend nach Eritrea zurückreisen“. Für die entsprechende Brille hat Optik Engels gesorgt. „Wir sind so dankbar“, so Frau Beyene, „ mit so viel Hilfe haben wir niemals gerechnet“.