27.01.10
Augen-Zentrum-Ahaus gründet mit Augenärzten Netzwerk bei Macula Degeneration
Macula Degeneration und Diabetische Netzhauterkrankung: Hauptursache für Erblindung

Welche Therapie ist die beste für welchen? Bei einer Fallbesprechung (v. li. nach re.:, Dr. Monika Kimmig, Dr. Margret Engels, Heidi Fischer, Prof. Dr. Christoph Althaus, Dr. Stefanie Schmickler, Dr. Olaf Cartsburg) am Ende der Veranstaltung.

In den letzten fünf Jahren hat es eine sprunghafte  Entwicklung von diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten bei  Netzhauterkrankungen gegeben. Hierbei sind im Alter die feuchte Macula Degeneration und die diabetische Erkrankung der Netzhautmitte (Macula)  in über 50% die Ursache für Erblindung. Durch früheres Erkennen können Frühformen dieser Erkrankungen besser abgegrenzt und gezielter und erfolgreicher  behandelt werden. „Eine Behandlung der feuchten Macula Degeneration mit Lucentis oder Avastin“, so Prof. Althaus, „führt in ca. 80 – 90 % zu einer Stabilisierung und /oder Verbesserung  Sehschärfe.  In ca. 30 – 40 % wird sogar eine Verbesserung  erzielt“. Diese Erfolge bei altersabhängiger Macula Degeneration haben das Augen-Zentrum-Ahaus unter Federführung der Ahauser Netzhautspezialisten Prof. Dr. Christoph Althaus und Dr. Olaf Cartsburg bewogen,  mit dem Ocunet-Klinikenverbund Leitlinien für die aktuelle Behandlung herauszugeben.  Diese Leitlinien, die Prof. Althaus am vergangenen Mittwoch über 20 Augenärzten aus dem Münster- und Emsland vorstellte, sind die  konsequente Antwort  auf die Herausforderungen der verbesserten diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten in der Augenheilkunde.  In Ahaus selber wird dieser  Transfer von Forschung in Praxis anhand von Netzhautaufnahmen (=Retinal Imaging) bereits erfolgreich zwischen den Augenärzten vom Domhof und der Augenarztpraxis Fischer/Banasik praktiziert. Wie funktioniert dieses Netzwerk für den Patienten? Am Anfang steht immer die Netzhautuntersuchung beim Augenarzt, für die in den meisten Fällen die Pupille erweitert werden muss. Stellt der Augenarzt hierbei den Verdacht auf Veränderungen in der Netzhautmitte, so  werden diese mittels unterschiedlicher Bildverfahren festgehalten. Bei schweren Veränderungen entscheidet letztendlich die Farbstoffuntersuchung, ob eine operative Behandlung mit Lucentis oder Avastin sinnvoll ist, die dann im Augen-Zentrum-Ahaus durchgeführt wird. Während die neuen bildgegebenden Verfahren vom Patienten selber getragen werden müssen, ist die operative Behandlung bei der feuchten Macula Degeneration überwiegend  Kassenleistung geworden. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Ärzten vom Augen-Zentrum-Ahaus mit den Kollegen aus der Region führt zu gebündelter Kompetenz und  kommt dem Patienten nicht zuletzt durch eine zeitnahe Versorgung  entgegen.

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